Sind sie schon unser mitglied
Login Anmeldung
Kontaktirieren sie uns
info@silux.de
Korb
Korb ist leer

Volkswagen. Das Auto.

03.11.2016

Volkswagen ist nach Toyota der größte Automobilhersteller der Welt. Es produziert fast 41.000 Fahrzeuge täglich und besitzt derzeit 12 Tochtergesellschaften. Mit seiner 79-jährigen Erfolgsgeschichte ist es weit von den Ursprüngen als Teil der Nazi Vision.

Volkswagen. Das Auto.
1937 wird das Unternehmen von der Nazi-Gewerkschaftsorganisation gegründet um ein „Volks-Wagen“ zu erschaffen. Hitler verordnet, dass das Auto zwei Erwachsene und drei Kinder bei 100km/h befördern sollte und dass es nicht mehr als ein Motorrad kosten darf. Ferdinand Porsche entwirft den KdF-Wagen (Kraft durch Freude) der eine aerodynamische "Käfer"-Form hat.
 
1938 wechselt das Unternehmen den Namen, viele Menschen möchten das Auto über einen monatlichen Sparplan kaufen, aber durch den Ausbruch des Krieges werden nur eine Handvoll Autos abgeschlossen und keiner wird an Kunden ausgeliefert.
 
Während des Zweiten Weltkrieges wird die Zivilproduktion eingestellt und die Firma wechselt zur Herstellung von Fahrzeugen für die deutsche Armee mit mehr als 15.000 Sklavenarbeitern aus nahe gelegenen Konzentrationslagern. Dies war unter deutschen Unternehmen während des Krieges weit verbreitet. 1998 reichen Überlebende eine Klage gegen VW ein, die einen Restitutionsfond einrichtet.
 
Im Mai 1945 kommt die schwer zerstörte Fabrik unter britische Militärkontrolle, um als Werkhof verwendet zu werden. Im August sollte die Fabrik, im Rahmen des Potsdamer Abkommens, abgebaut werden, doch der britische Offizier Major Ivan Hirst sah das Potenzial im Auto. Schon im September bestellt die britische Armee 20.000 Fahrzeuge, um ihren eigenen Bedarf im Nachkriegsdeutschland zu decken.
 
1946 erreicht die Produktion 1.000 Fahrzeuge im Monat, und das Auto und die Firma werden in Volkswagen umbenannt. 1948 will die britische Armee das Werk verkaufen, aber alle lehnen es ab. VW zahlt der Designfirma von Ferdinand Porsche eine Lizenzgebühr für den Käfer. In den kommenden Jahrzehnten bleiben die Gesellschaften Porsche und VW über einen komplexen rechtlichen Rahmen verbunden.
 
1949 geht Volkswagen an die deutsche Regie und wird ein wichtiges Element der deutschen Nachkriegsregeneration. 1955 steigt die Produktion stark an und der Verkauf des Käfers erreicht eine Million.
 
 
1964 kauft Volkswagen Auto Union, Inhaber der historischen Audi-Marke, 1969 NSU Motorenwerke und zusammen mit Auto Union, setzen sie das moderne Audi-Unternehmen als Luxusfahrzeugmarke in Gang. Audi hat das technologische Wissen, das benötigt wird, als das Interesse am luftgekühlten Motor vom Käfer nachlässt.
 
1973 startet VW eine neue Generation von Autos mit Frontantrieb und wassergekühlten Motoren - dem Passat, Scirocco, Golf und Polo und 1975 wird VW-Group gegründet. 1982 unterzeichnen VW und Seat einen Kooperationsvertrag, 1986 kauft VW den Mehrheitsanteil und bis 1990 ist Seat vollständig übernommen. Von 1991 bis 1995 passiert das gleiche mit dem tschechischen Autohersteller Skoda und 1998 kauft VW die berühmtesten Namen in der Automobil Industrie (Bentley, Bugatti und Lamborghini).
 
2005 erhöht Porsche seine 5% der Anteile an Volkswagen auf 20%. Zugleich wird VW wegen des "VW-Gesetzes" verklagt. 2007 erhöht Porsche seine Beteiligung an VW auf 30,9%, doch 2008 scheitert Porsche bei seinem Versuch das viel größere VW zu übernehmen, so dass es sich auf den Rand des Bankrotts vorfindet. 2009 schlägt VW zurück und kauft einen Anteil von 49,9% am Porsche-Kfz-Geschäft, aber die beiden Unternehmen sind gezwungen, wegen der rechtlichen Risiken eine geplante Fusion einzuleiten.
 
Die VW-Audi-Tochtergesellschaft kauft den italienischen Motorradhersteller Ducatti in 2012 und VW die verbleibende Hälfte des Porsche.
2013 gewinnt Deutschland den Gerichtskampf mit der EU über das neue VW-gesetz. Ein Jahr danach ist Volkswagen eines der größten Unternehmen der Welt. Es hat Fabriken in 31 Ländern, und deren Produkte werden in 153 Ländern der ganzen Welt verkauft. Ohne Skandale geht’s nicht, in 2015 gibt VW zu an Emissionstests in den USA betrogen zu haben.